Der WEISSE RING e. V. begeht seinen 50. Geburtstag. Pünktlich zum Jubiläum des Opferhilfevereins geben ehrenamtliche Mitarbeiter Einblicke in ihre wertvolle Arbeit. Heute: Hans Jürgen Herrnberger, Mitarbeiter der Außenstelle Landkreis Hildburghausen.
Wie hast Du den Weg zum WEISSEN RING gefunden? Wie lange bist du schon dabei?
Ich bin seit März 2023 als ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Außenstelle tätig.
Zur ehrenamtlichen Arbeit des WEISSEN RINGS habe ich durch die persönliche Bekanntschaft zum Außenstellenleiter gefunden. Ebenso ein Beweggrund zur ehrenamtlichen Mitarbeit war die Betreuung des Ausbildungszentrums der Thüringer Polizei im beruflichen Kontext. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass den Opfern wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Wer hilft den Opfern, fragte ich mich. Hier wollte ich unterstützen und den Betroffenen zur Seite stehen.
Was motiviert dich immer wieder, als Ehrenamtlicher weiterzumachen und dich für das Wohl von Kriminalitätsopfern einzusetzen?
Die Hilfe für die Betroffenen bestärkt mich, mich weiterhin ehrenamtlich zu engagieren. Ich erlebe die Betroffenen nach unserer Arbeit selbstwirksamer. Die Arbeit im Netzwerk und mit den anderen ehrenamtlichen Außenstellenmitarbeitern bereichert meine Tätigkeit. Ich sehe nach den Beratungen und der Unterstützung durch den WEISSEN RING bei den Betroffenen mehr Optimismus, mit den Geschehnissen besser umgehen zu können.
Welchen besonderen Wunsch gibst du dem WEISSEN RING mit auf seinem Weg in die Zukunft?
Ich wünsche dem WEISSEN RING e. V. für die Zukunft Sichtbarkeit auf allen relevanten Ebenen, so dass die finanzielle Absicherung der Arbeit des Vereins möglich ist. Sein Einfluss auf die bundesdeutsche Gesetzgebung und auf die Sichtbarmachung der Opfer und die Folgen von Straftaten für die Opfer muss erhalten und ständig erweitert werden.